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Jahres-Rundbriefe aus dem Lebensquell- Duderstadt

Entwicklungen- Neuigkeiten- Tendenzen

Rückschau 2016

Fast drei Jahre ist der Lebensquell jetzt schon alt, am 16. April 2014 wurde eröffnet. Es hat sich seitdem viel getan, Vieles wurde verändert und es gibt immer wieder neue Ideen, die umgesetzt werden wollen.

 

Neu sind Treffen für Jedermann zu Umweltthemen, denn dies ist ein besonderes Herzensanliegen. Dabei wollen wir spielerisch experimentieren mit selbstgemachten Reinigungs- und Körperpflegemitteln, zur Vermeidung von Plastik, um die Umwelt zu schonen und als Nebeneffekt viel Geld zu sparen. Alles was wir da testen und zusammenbrauen, ist ohne chemische Zusätze hergestellt und kommt der Gesundheit sehr zugute. Männer wie Frauen können von diesem Austausch profitieren! Man muss ja nicht unbedingt alles selbst ausprobiert haben, um ein Rezept zu verbessern oder abzuwandeln. In der Gemeinschaft macht das viel mehr Freude, zudem gibt es die Möglichkeit gemeinsam ein Abendbuffet zu kreieren, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt ist. Jeden ersten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr finden diese Treffen statt, wie immer nur mit Anmeldung.

 

Besonders der Warentausch ist in den letzen Jahren stetig gewachsen und findet immer mehr Anhänger! Es wurde zur Übersicht eine kleine A5 Broschüre herausgebracht, die alle Bemühungen zusammenfasst und aufzeigt, was bisher erfolgreich umgesetzt wurde. Nicht alles was angeboten wurde, konnte in die Tat umgesetzt werden. Die Kleiderkreisel für Frauen taten sich schwer und scheiterten schließlich am mangelnden Interesse der Frauen einen festen Termin für diese Veranstaltung wahrzunehmen. Entweder es gab Treffen, bei denen manche Frauen keines oder nur ein Kleidungsstück mitbrachten, mit der Erklärung, „man wolle erst einmal zuschauen“, oder die Anmeldungen wurden wieder storniert mangels ausreichender Anzahl der Teilnehmerinnen. Lieber kam man irgendwann zu den Öffnungszeiten vorbei und tauschte im Warentausch seine Kleidung und andere Artikel. Damit werden die Kleiderkreisel im nächsten Jahr aus dem Angebot gestrichen.

 

Im kommenden Jahr wird für spirituell Interessierte zu dem neuen Angebot eines spirituellen Frauen-Gesprächskreises, eine monatliche 6 teilige Seminarreihe zu Ethik im Alltag hinzukommen. Dabei wird über Ethik gesprochen, Moral, Werte und Normen werden genauer betrachtet und Mythen, falsche Dogmen oder alte Lehrmeinungen genauer unter die Lupe genommen. Es wird hinterfragt, wie sie gemeint sein könnten und ob sie in der Form noch Gültigkeit haben. Zudem beschäftigen wir uns mit diversen Kommunikationsformen und den Grundlagen des harmonischen Miteinanders (Leitung: Uta-Maria Freckmann). Sämtliche Termine werden im Schaufenster des Lebensquell ausgehängt und online auf der Homepage publik gemacht, es werden nunmehr feste, sich wiederholende Termine angesetzt, so dass ein 4 maliger Quartals- Veranstaltungskalender in Zukunft nicht mehr nötig sein wird.

 

In diesem Jahr haben wir erstmalig an der Fair-Friends Messe in Dortmund mit einem 8m² großen Stand teilgenommen. Dazu wurden 99 kostenlose Messe-Tageskarten an Interessierte verteilt. Da diese Messe nicht so sehr besucht wurde wie das wünschenswert gewesen wäre, gibt es im nächsten Jahr am 4./5. März eine Fortführung der Bemühungen auf der Heldenmarkt-Messe in Hamburg. Ebenfalls eine Fair-Trade-Messe für innovative Ideen in Handel, Umwelt und Gesellschaft. Das Projekt „Lebensquell-Duderstadt“ mit all seinen Facetten soll dabei bekannt gemacht werden. Vielleicht gibt es Nachahmer oder Menschen die sich Inspirationen holen wollen. Wenn viele kleine Projekte dieser Art entstehen, könnte eine Dezentralisierung des Handels dazu führen, dass wieder Strukturen zu Einzelherstellern und Manufakturen entstehen, dass viele kreative Leute die Möglichkeit bekommen sich zu entfalten und das Umweltthemen, sowie das Tauschen, einen höheren Stellenwert erhalten. Vernetzung ist im Lebensquell ebenso ein großes Anliegen und da auf dieser Messe 4000 bis 5000 Besucher erwartet werden, kann dies viele neue interessante Kontakte bringen.

 

Somit endet ein ereignisreiches Jahr mit Höhen und Tiefen, es soll würdevoll verabschiedet und dankbar angenommen werden was an Früchten offenbar wurde. Auch die schwierigen Abschnitte  hatten ihren Sinn, wenn vielleicht auch nicht so offensichtlich. Um Rückschau zu halten und das letzte Jahr mit seinen Ereignissen noch einmal zu reflektieren, dafür gibt es für Interessierte im Lebensquell die „Stille Zeit“ am 10. Dezember um 13.00 Uhr. Jeder der das vergangene Jahr (und seine persönlichen Erfahrungen) würdigen möchte, ist herzlich eingeladen. 

 

Für das kommende Jahr alles Gute, viele kleine Schritte auf das gewünschte Ziel hin und eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

 

Uta-Maria Freckmann

 

Rundbrief Dezember 2015

Liebe Tauschfreunde, Vernetzungskontakte und Besucher des Lebensquell,

 

in der Vorweihnachtszeit spürt man verstärkt das Bedürfnis seine Besitztümer vor dem Fest noch einmal durchzusehen, Überflüssiges auszusortieren, Unbenutztes neu zu platzieren oder weiterzugeben. Dieses Bedürfnis folgt einem wichtigem Prinzip, denn Vieles was einmal wichtig war, will eventuell neu bewertet und eingeordnet werden. So geht es nicht nur mit den Dingen um uns herum, sondern auch mit Erfahrungen und Erlebnissen, denn nicht umsonst sieht man im Fernsehen zum Ende des Jahres Rückblicke für die Verarbeitung von schrecklichen oder besonders schönen Erlebnissen. Es ist wichtig für die persönliche Entwicklung, sich immer wieder zu öffnen für Neues und allem einen neuen Stellenwert zu geben, dabei lernt man ganz nebenbei loszulassen, zu verzeihen oder zu teilen. Im Haus weicht Altes Neuem, oder es wird erst einmal Platz gemacht, damit neue gestalterische Elemente Einzug halten können in der Wohnung oder bei der Kleidung.

 

Dies zeigt sich wiederum in der Waren-Tauschbörse, denn die Idee ein älteres eher ungeliebtes Teil gegen ein begehrtes Objekt tauschen zu können, lässt viele Augen strahlen. Die Beobachtung, dass die Tauschfreunde die sich aktiv auf das Tauschen einlassen, immer wieder fündig werden und freudig mit ihrem Neuerwerb den Lebensquell verlassen, bestätigt unser Konzept und lässt hoffen, dass noch Viele andere die Idee des Warentauschs in der Zukunft nutzen werden. Die Tauschbörse im Lebensquell hat nach über 1,5 Jahren seine Fans gefunden. Manche haben aber noch Vorbehalte und scheuen sich für sich selbst das Tauschen auszuprobieren, diese bitten wir um Warenspenden, denn nur ein Überhang an Waren kann zu einem wirklichen Tauscherlebnis für die führen, die ihre Freude am Tauschhandel haben. Vor kurzem sah ich eine Dokumentation über die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, der Tauschhandel war so beliebt geworden und hatte derart viele Anhänger (denn anders ging es oft gar nicht) dass das Tauschen schließlich verboten werden musste, denn die Leute wollten sich nicht mehr mit Geld abgeben, es war ihnen (relativ) egal geworden. Dieser Effekt war überaus wertvoll, denn die alleinige Fokussierung auf Geld die momentan herrscht, ist äußerst ungünstig. Menschen die nicht so viel davon haben, fühlen sich bei Knappheit leicht ohnmächtig oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Tauschen hingegen fördert die Kommunikation untereinander und es tun sich ganz neue Wege auf, um das zu erhalten, was man zum Leben braucht. Geld gehört für mein Empfinden nicht abgeschafft, aber es muss einen neuen Stellenwert erhalten in unserer Gesellschaft.

 

Leider werden gebrauchte Dinge noch immer nicht genug gewertschätzt, zum Beispiel beobachte ich zur zeit in unserer Stadt eine Diskrepanz beim Gebrauchtwaren-Recycling. Der allgemeine Sperrmülltermin wurde vom Landkreis Göttingen abgeschafft, so dass die Sachen nur noch auf Abruf abgeholt werden dürfen. Schließlich landen sie am Sperrmüll-Abholtag direkt in der Müllpresse des Müllautos. Niemand hat mehr eine Chance, sich die Sachen anzusehen oder gar etwas für sich zu retten was er gut gebrauchen könnte. Viele Menschen lebten von den Sperrmüllsammlungen und haben sich am Sperrmülltag für Flohmärkte eingedeckt. Zeitgleich werden jetzt für die Zuwanderer massenhaft gebrauchte Möbel benötigt. Der Landkreis beauftragt deshalb Unternehmer, um Möbel in den zugewiesenen Wohnungen aufzustellen, am liebsten natürlich gebraucht (damit es möglichst billig bleibt). Aber woher sollen die vielen alten Möbel kommen, wenn doch alles sofort vernichtet wird? Die Unternehmer kaufen daher neue Möbel dazu, damit sie die Aufträge des Landkreises Göttingen ausführen und die Wohnungen mit dem Nötigsten ausstatten können. Neue Billig-Möbel schädigen aber wiederum die Umwelt (illegale Rodung in Osteuropa) und die Menschen, die diese zu unsäglichen Bedingungen in Billiglohnländern herstellen - ein Teufelskreis. Sinnvoll wäre es sicherlich für den Landkreis, sich aus den alten noch gut erhaltenen Möbeln Depots aufzubauen und sich anschließend nach Bedarf dort zu bedienen, oder dafür Jemanden zu beauftragen. Es ist traurig mitanzusehen, wie schöne noch brauchbare Möbel und Elektrogeräte zerstört werden.

 

Aber zurück zum Lebensquell - der freie Warentausch zu den Öffnungszeiten wächst und gedeiht, wir bieten zusätzlich unsere Räume zu günstigen Konditionen (oder im Tausch) für die an, die sich entschlossen haben, etwas zum Weltwohl beizutragen und sich zu engagieren. Die festen Tauschtermine (Talente-Tausch, Kleiderkreisel) haben sich bisher nicht wirklich durchsetzen können, immer wieder hören wir das Argument, man habe dafür (leider) keine Zeit, die Idee selbst wird aber befürwortet. Die Konsequenz daraus wird sein, dass die festen Gruppen- Tausch-Termine reduziert werden, dafür aber offene Tausch- Angebote (und Flohmarktregale) angesetzt werden. Schauen wir mal, wie sich das entwickelt im nächsten Jahr.

 

Recyclingwaren, Kunsthandwerk und Sachen aus Dritte Welt, zur direkten Unterstützung ärmerer Länder, gibt es auch weiterhin im vorgelegten Lebensquell-Laden für Nachhaltigkeit, sowie neuerdings das Angebot von Flohmarkt-Fächern zu günstigen Konditionen. Das Konzept der Beratungs- und Vernetzungsarbeit bleibt ebenfalls bestehen, denn dort forschen wir weiter und vertiefen unsere Kontakte.

 

Wir wünschen uns auch für das nächste Jahr so liebenswerte Kunden, freundschaftliche Kontakte und bereichernde neue Bekanntschaften wie in diesem Jahr.

 

Vielen Dank dass Sie bei uns waren (oder von sich hören lassen haben) und eine besinnliche Vorweihnachtszeit

 

Uta-Maria Freckmann 
 

Jahres-Rundbrief 2014

Liebe Lebensquell-Freunde und Vernetzungspartner,

 

ein bewegtes Jahr liegt hinter uns, bisher vergingen die Monate des Aufbaus im Lebensquell rasend schnell. Diese schnelle Entwicklung, Neusortierung und erneute Strukturierung aller Projekte und Lebensthemen wurde forciert durch den Saturn, der uns das ganze Jahr begleitete und bekanntlich gern dazu beiträgt, dass alles hinterfragt, neu sortiert und betrachtet werden muss. Diese Arbeit war nur mit vielen Telefonaten und gemeinsamem Brain-Storming erfüllbar. Dabei gebührt Manuela Schindler von Phoenix-Netzwerk besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz.

 

Der Aufbau und die Planung des Projekts, bis hin zur Eröffnung dauerte genau 2 Monate von Mitte Februar bis zum 16. April, dem Eröffnungstag. Innerhalb dieser Zeit wurde der Laden mit Waren von Kunsthandwerkern gefüllt, diverse Tauschbörsen initiiert, Dozenten für das Veranstaltungsportal gesucht und gefunden, der Veranstaltungskalender erstellt und erste Kontakte geknüpft zu Vernetzungspartnern in der Umwelt-und Ökodörfer-Bewegung. Da uns das Konzept der Transition-Town-Bewegung so gut gefiel, haben wir uns kurzerhand entschlossen, dieser freien Nicht-Organisation beizutreten. Seit September dieses Jahres befindet sich also auch „Duderstadt im Wandel“.

 

Anfang Juli hatten wir ein mittelschweres Drama in Form eines Wasserschadens zu bewältigen, davon berichtet ein Beitrag in unserem Blog, dadurch traten unvermeidliche Verzögerungen ein, die Aufstellung der Seminarküche war nicht durchführbar, weil die Räume erst einmal getrocknet werden mussten. Mit dem Aufbau der Seminarküche hängen wir noch immer etwas hinterher, auch aus finanziellen Gründen, denn das Flachdach des Hauses musste saniert werden und es gab immer etwas das noch wichtiger erschien. Aber jetzt geht es auch dort wieder weiter, so dass ein Ende der Sanierungsarbeiten absehbar ist. Allen ehrenamtlichen Handwerkern und freundlichen Unterstützern bei den Sanierungsarbeiten ein Herzliches Dankeschön.

 

Zudem haben wir am 30. August des Jahres einen Kunsthandwerkermarkt hier in der Straße organisiert, um das Projekt Lebensquell bekannter zu machen und auf die Tauschbörsen hinzuweisen. Der Kunsthandwerkermarkt war ein voller Erfolg, wie man auf unserer Homepage sehen kann. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank meinen Kolleginnen aus dem Raum Hamburg und Nordhastedt, die es sich nicht nehmen ließen bei dem Kunsthandwerkermarkt zur Stelle zu sein um zu helfen.

 

Die Vielseitigkeit dieses Projekts bietet immer wieder Raum für Verwirrung und witzige Begebenheiten - so kommen manche in den Laden, wollen dort ihre Sachen eintauschen und wundern sich über die Preisauszeichnung. Vorn im Laden werden Waren von Kunsthandwerkern zum Kauf angeboten und im hinteren Bereich kann getauscht werden. Die Waren-Tausch-Stelle wird mittlerweile gut angenommen, vielfach konnte man freudestrahlende Gesichter sehen, wenn etwas Passendes gefunden wurde. Die Termin- Tausch- Treffen brauchen offensichtlich mehr Anlaufzeit, aber auch dies wird sich finden. Im Laden für Nachhaltigkeit suchen wir noch Kontakte die einen direkten Draht nach z.B. Indien haben, um (selbstgemachte) Waren von dort zu beziehen und Familien direkt zu unterstützen. Wer jemanden kennt, oder dahingehend aktiv werden möchte, der melde sich bitte (Tel: 05527 – 94 98 772). Seit Kurzem gibt es einen Shop im Phoenix-Netzwerk-Onlineshop, in dem die Artikel aus dem Lebensquell-Laden ebenfalls angeboten werden.

 

Unser Hauptinteresse im Bereich Veranstaltungsportal liegt vorrangig darin Kontakte zu knüpfen und zu vermitteln, Seminare, Supervision, Workshops und Intervisions-Wochenenden anzubieten zu Themen wie Spiritualität im Alltag, Nachhaltigkeit und Ökologie, Informationen über neue und alte Lebensgemeinschaften und Ökodörfer. Gleichzeitig möchten wir unsere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen für Projekte die dem Weltwohl und der Umwelt dienen. Durch Kontaktreisen und unsere Vernetzungsarbeit haben wir so viele engagierte, liebenswerte und freundliche Menschen kennengelernt, dass die Hoffnung darauf, dass sich in dieser Zeit des Wandels alles zum Guten wenden wird intensiv bestärkt wurde.

 

Wir wünschen allen eine friedvolle Weihnacht, alles Gute für das Neue Jahr und gutes Gelingen für alle Vorhaben, sofern sie der Erde dienen.

 

Uta- Maria Freckmann