Chronik

Wofür steht der Lebensquell und was will er bewirken?

 

  • Die Begegnungsstätte Lebensquell-Duderstadt soll schöpfungserhaltend wirken und steht für die Bewahrung von Natur und gesunder Umwelt.
  • Der Werte-Erhalt im Alltag steht im Vordergrund, sowie Unterstützung für die Selbsthilfe der Bürger, die Ablösung vorgefertigter Lebensmodelle, durch individuelle Lebensfelder.
  • Im Lebensquell-Duderstadt werden neue Lebens-Entwürfe aufgezeigt, wie man ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur und jenseits von Konsumzwängen leben kann, z. B. durch die Vermeidung von Plastik und Müll, oder durch das Kennenlernen alternativer Lebensweisen. Die Eigeninitiative zum Erhalt der Schöpfung soll gefördert werden, es gibt Raum für Lebendigkeit und Miteinander, sowie Ideen, wie man zu mehr Freiheit und Zufriedenheit im Alltag gelangen kann.
  • Die Würde des Menschen soll wieder in den Mittelpunkt gerückt und der Altersarmut vorgebeugt werden, durch Tauschen (große Waren-Tausch-Börse) und andere alternative Wirtschaftsmodelle (z.B. Generationenhilfe).
  • Dem einseitigen Angebot der Großkonzerne in den Städten soll mehr Vielfalt und Lebendigkeit entgegengesetzt werden, durch das vielseitige Angebot vieler Kleinsthersteller, die ihr Können und ihre Produkte zeigen, dadurch ihre Selbstständigkeit erproben und ihren Selbstwert erhöhen können.
  • Initiativen werden gefördert, die zum Wohl der Umwelt und der Gesundheit aktiv sind und zum Lebensquell passen, im BLOG auf der Homepage gibt es dazu Reise- und Erfahrungsberichte.

       Mehr darüber findet man auf der Seite VISION  -  Jeder kann sich jederzeit und gern              einbringen!


Aufbau und Entstehung des Lebensquell-Duderstadt

Das Haus in dem das Projekt entstehen soll

 

Am 8. Februar 2014 wurde die Idee des Lebensquell geboren, seitdem war ich intensiv dabei, Kunstwarenhändler anzuschreiben, um sie zu bitten, ihre Waren im vorgelegten Laden für Nachhaltigkeit gegen Provision auszustellen. Für beide Seiten soll diese Vereinbarung Vorteile bringen, denn es wird bei jedem einzelnen Händler ein enormer Werbeaufwand betrieben, über Facebook, die Lebensquell-Homepage und Hinweisschilder - wird auf die Herkunft und den Hersteller der Waren hingewiesen. Durch den Vertrauensvorschuss den mir die Händler gewähren, kann eine Vielfalt von außergewöhnlichen Waren angeboten werden, diese Vorgehensweise unterstützt kleine Manufakturen.

 

Zeitgleich wird der gesamte Aufbau und jede Warenlieferung auf Facebook gepostet, damit man als Außenstehender mitverfolgen kann, wie der Laden sich langsam füllt und wie die Werbepostings aussehen die dafür vom Lebensquell ausgehen. Sonst werden die Waren der Kunstwarenhersteller oft bei Dawanda angeboten, was mit viel Aufwand, wie Bilder machen, Einstellen und Gebühren zahlen verbunden ist. Wenn bundesweit alternative Läden entstehen, die zum Teil Raum für diese Art Waren anbieten, bekommen Kleinsthersteller die Chance sich eine Existenz aufzubauen. Ein gro´ßer Waren-Tauschraum (40m²) hinter dem Laden, ist für Jedermann geöffnet und bietet die Möglichkeit, Dinge die man nicht mehr braucht gegen Nützliches auszutauschen. 

Aufbau des Ladens für Nachhaltigkeit

 

Vorgehensweise beim Aufbau

 

Während der 8 Wochen dauernden Aufbauphase war ich pausenlos dabei, Kunstwarenhändler und Manufakturen anzuschreiben, die Interesse daran haben könnten ihre Sachen im Lebensquell auszustellen. Das war mit enorm viel Aufwand verbunden, da viele Hersteller schlechte Erfahrungen gemacht hatten mit Kommissionsware, oder ihre Erträge so gering waren, dass sie nicht bereit waren eine (geringe) Provision für die Auslage und den Verkauf in einem Laden bereit zu stellen.

 

Wenn man sich für den Aufbau eines Ladens mit dem Grundgedanken des alternativen Wirtschaftens entscheidet, sollte man unbedingt großes Durchhaltevermögen haben und darauf gefasst sein, dass bei 100 Anfragen ca. 90 Absagen erteilt werden können. Aber nachdem die ersten Zusagen kamen, ging es dann immer leichter. Da auf Facebook die Ergebnisse täglich gepostet wurden, konnte jeder den Aufbau des Ladens mitverfolgen, was wiederum das Vertrauen stärkte und zum Mitmachen anregte. Facebook ist bei dieser Arbeit unverzichtbar und erleichtert Vieles.

 

Jeder Kunstwarenhändler und jede Manufaktur, die sich bereit erklärt hat mitzuwirken, trug dazu bei, dass der Lebensquell-Laden für Nachhaltigkeit immer bunter und abwechslungsreicher wurde. Hier einige Beispiele, um zu veranschaulichen wie so ein Aufbau aussehen kann. Die ersten Waren werden angeliefert und machen den Laden immer bunter und interessanter.

Eröffnung am 16. April 2014

Eine liebe Freundin war extra von weit her gekommen, um mich  zu unterstützen am Eröffnungstag. Der Eröffnungstag verlief anders als wir es uns vorgestellt hatten, denn die Leute stellten Fragen über Fragen, was denn Lebensquell ist und wie sich dort alles gestaltet. Um Energie zu sparen entschieden wir uns schließlich, einen Informationsabend anzusetzen, um das Konzept des Lebensquell vorzustellen und Fragen zu beantworten. Am besten jedoch ist es, die Angebote ausprobieren, dann versteht man recht schnell worum es geht. Nun gilt es sich intensiv um den Aufbau des Ladens kümmern und eine Struktur zu entwickeln, zu schauen welche Waren angenommen werden und was noch verbessert werden kann. Was im Veranstaltungsportal gelingt und was aussortiert oder überdacht werden muss. Das Angebot im Lebensquell wechselt daher immer mal wieder.

 

Hier sieht man das Veranstaltungsportal und wie es sich entwickelt hat. Herzlichen Dank an die Künstlerin Anita Heinicke aus Hamburg, die mit ihren selbst gemalten Bildern erheblich dazu beigetragen hat, dass das Veranstaltungsportal sich in einem gemütlichen Ambiente präsentieren kann:

SOS - Land unter im Lebensquell  - 11.06.2014

 

Heute war "Land unter" im Lebensquell!

 

Als heute Morgen ein Gewitter losbrach und das Wasser in Sturzbächen vom Himmel kam, hatte ich das Gefühl unverzüglich in den Lebensquell fahren zu müssen.

 

Als ich die Tür aufmachte, dachte ich zuerst "Na, ist doch alles in Ordnung hier" und atmete erleichtert auf - als ich plötzlich ein leises Rauschen aus den hinteren Räumen hörte, dort wo die sanitären Anlagen liegen und gerade eine Seminarküche entsteht.

 

Als ich nach hinten ging, stockte mir der Atem, das Wasser floss in Rinnsalen die Wände herunter - das Wasser stand schon 10 cm hoch am Boden und ergoss sich langsam in den Veranstaltungsraum ...

 

Ein Abflussrohr war verstopft, die riesige Wassermenge die vom Himmel kam konnte vom Abfluss nicht mehr aufgefangen werden, hatte sich gestaut (sah aus wie eine große Badewanne) und flutete jetzt die darunter liegenden Wände des Lebensquell- Nebenraumes.

 

Die rasch herbeigerufene Feuerwehr pumpte zwar das Wasser ab, konnte aber die Verstopfung nicht beseitigen, dies erledigte Fa. Holzapfel (DANKE dafür), sie beseitigten mittels einer elektrischen Spirale die Barriere. Dabei war Eile vonnöten, denn schnell stieg der Wasserpegel erneut und drohte wiederum überzutreten. Endlich kam der Durchbruch, das Wasser floss wieder ungehindert ab (Puh- Erleichterung).

 

Stundenlanges Wasser aufwischen war die Folge... vor allen Dingen war dieser Tag anstrengend und der Schreck war groß, hier ein paar Bilder zum Geschehen:

 

Wasserschaden 2ter Teil

 

Die Versicherung hat sich mittlerweile bereit erklärt die Trocknung der Wände zu übernehmen, dass war nicht ganz selbstverständlich, denn es hieß zuerst: "Einen Schaden durch ein Regenrinnenfallrohr übernehmen wir nicht - nur, in diesem Haus geht das Rohr IM HAUS durch die Wände, da liegt der Fall wieder anders. Die Trocknung der Wände wurde übernommen, Säuberung und Reinigung des Fallrohres nicht.

 

Und so erholen sich die Wände nach einem Wasserschaden:

Weitermachen und sich nicht aufhalten lassen

Beharrlichkeit

Die Räumlichkeiten -  

Mit den letzten beiden Blog-Berichten verlassen wir den Teil der (großen) Katastrophen im Lebensquell und richten unser Augenmerk auf den Aufbau, freudige Ereignisse und kleinere Widernisse und Schwierigkeiten, die es ja bekanntlich IMMER gibt, wenn man ein Projekt neu aufbaut.

 

Hier sieht man die Räumlichkeiten des ursprünglichen Ladenlokals im Urzustand, als ich sie begutachtete und mir überlegte, ob die Idee einer Veranstaltungsplattform, des Ladens für Nachhaltigkeit und Begegnungsstätte hier zu verwirklichen sei:

Haustechnik und sanitäre Anlagen

 

Planung und Ausführung

Sanierungsarbeiten für die Seminarküche und sanitäre Anlagen

 

Die sanitären Anlagen, sowie die Seminarküche mussten vollständig erneuert werden. Heute ging es weiter mit den Stemmarbeiten für die Seminarküche. Das ging nicht ganz ohne Lärm und schwere Geräte, der Heizungs-Installateur hatte schnell wieder alles im Griff, wie diese Bilder beweisen:

Das Straßenschild hängt

Das Lebensquell-Schild  


Ein besonderer Tag - Eigentlich hätte es schon länger hängen müssen, aber es gab immer so viel anderes zu tun und anderweitige Aufgaben zu erfüllen, dass es erst jetzt möglich wurde. Gerade noch rechtzeitig zu unserem ersten Event, dem Kunsthandwerkermarkt in der Apothekenstraße.

Es gibt viel zu tun

Wie es eben so aussieht, wenn Vorarbeiten und Planung für die Fertigstellung von Räumlichkeiten laufen. Firma Elektro-Service Vogel  und Firma Fliesen Fiedler engagierten sich sehr, um alles zu einem guten Ende zu bringen. Vielen Dank für die ehrenamtliche Arbeit. 

 

Die Ergebnisse der Sanierungs-und Aufbauarbeiten können sich sehen lassen

21.08.2014  -  Ende gut alles gut