Festes Haar-Shampoo

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Hinweis vorab:

Wie immer gilt - bei all unseren Rezepten und Experimenten - sie ersetzen NIEMALS den Gang zum Arzt. Bei anhaltenden körperlichen und psychischen Beschwerden sollte fachmännische Hilfe eingeholt werden!

 

Es ist soooo einfach selbst ein gutes Haarshampoo herzustellen - einfach mal probieren!

 

Gesiedete Seifen habe ich vielfach ausprobiert, für meine Haare ist das nichts, sie fallen zusammen und hängen schwerfällig herunter, denn Seifen beschweren die Haare und machen sie irgendwie strohig und steif (ich habe feines, lockiges Haar). Gekaufte Shampoos kommen nicht in Frage, weil zumeist in Plastikbehältnissen angeboten. Bisher habe ich ausschließlich ein festes Shampoo einer Seifensiederin benutzt, wollte dies aber gern, wenn es geht, selbst herstellen, um die Zutaten nach meinem Geschmack zu variieren und um mich unabhängiger zu machen. In dem festen Shampoo der Seifensiederin war auch SLSA drin, ein Tensid welches den Schaum hervorbringt, daher nutze ich es auch hier, denn ich vertrage es sehr gut. In allen käuflichen Shampoos ist auch SLSA, auch zumeist in den Bio-Shampoos.

 

Vor ein paar Tagen bin ich nun endlich fündig geworden im Internet in einem Blog mit Namen "Mix dich glücklich" - DANKE für den tollen Tipp. Dort wird alles mit dem Thermo-Mix gerührt, aber es geht auch mit der Hand, diese Rezeptur ist für das Verrühren mit einem Löffel.

 

Ein Super-Rezept für ein festes Haarshampoo, schnell umzusetzen und einfach herzustellen.

 

Das braucht man an Zutaten:

100 g Shea-Butter

100 g Speisestärke (aus Mais oder Kartoffeln)

100 g SLSA-Tensid

Duftöle wahlweise nach Geschmack - Orangenöl, Kamillentinktur, Teebaum-Öl, Pfefferminz-Öl usw. - ich habe heute Orangenöl und Kamillentinktur genommen.

Wer möchte kann noch mit Lebensmittelfarbe experimentieren und die Seifen farblich verändern.

 

Zubehör:

Ein großer Topf und eine kleinere Schüssel für das Wasserbad

Für die Form:

Backpapier in Quadrate schneiden

oder Silikonformen für Muffins

oder kleine Plastik-oder Metallschalen die man stürzen kann.

 

Und so geht`s:

Wasser in einen großen Topf füllen und erhitzen. Eine kleinere Schüssel einstellen, so dass die Shea-Butter im Wasserbad geschmolzen werden kann. Ein Tuch vor Mund und Nase halten wenn man das SLSA einrieseln lässt (wegen eventuellem Stauben, man sollte es nicht einatmen). Alles gut verrühren mit einem Löffel (ich habe den Löffel einem Schneebesen vorgezogen, weil er leichter zu reinigen ist und nicht alles anhängt). Speisestärke und Duft-Öl ebenfalls zufügen und kräftig umrühren bis alles eine homogene Masse (ähnlich einem feinen Kuchenteig) ergibt. 

 

Nun noch warm kleine Häufchen auf Backpapier streichen und fest einpacken, dann ab damit ins Gefrierfach für 30 Minuten - FERTIG!  Oder in Silikonformen oder kleine Behältnisse aus Plastik oder Metall gießen (Porzellan-Tassen eignen sich NICHT so gut, weil man sie nicht fest aufklopfen kann beim stürzen). Die Behältnisse vorher innen mit einer Creme oder Butter einreiben, damit man später den Inhalt besser stürzen kann. Noch einfacher geht es, wenn man Backpapier in die Form einlegt, das kann man nach dem Erkalten einfach abziehen. Sofort für ca. 20 Minuten in das Gefrierfach stellen, danach dann ganz einfach stürzen. Bei starren Formen hilft es, die Form kurz in heißes Wasser zu halten.

 

Wer kein Gefrierfach hat, es geht auch im Kühlschrank, dann einfach länger warten bis die Masse ausgehärtet ist. Es gibt sehr schöne Formen extra für Seifen, mit Verzierungen und schicken Details, wenn diese Seife einem gut gefällt, kann man damit experimentieren. Die Seife sollte nach dem Benutzen abtrocknen können, also nicht im Wasser oder zu feucht liegen.

 

Um die Inhaltsstoffe zu variieren und auf die eigenen Haare und die Kopfhaut abzustimmen, kann man mit Kräutern experimentieren. Dafür die Kräuter nach Wahl eine zeitlang in der Shea- Butter bei stetiger Wärme ziehen lassen, damit die Inhaltsstoffe einziehen, danach wie im Rezept angegeben weiter verwenden.

 

ACHTUNG: Bitte nicht gleich aufgeben, wenn die Seife zu sehr bröselt, sondern die Seife kurz wieder einschmelzen und mehr Sheabutter dazu geben.

 

NEWS:

Da der Inhaltsstoff SLSA kein natürliches Tensid ist, experimentiere ich jetzt gerade mit einem Ersatzstoff aus Kokos, genannt SCS auf natürlicher Kokos-Basis, ebenfalls vom Alexmo- Shop -  die Ergebnisse siehe hier im Anschluss.

 

 

Haarseife auf Kokosbasis

 

Mein erster Versuch mit SCS ist gleich gelungen - die Haarseife ist fest und von guter Konsistenz, lässt sich hervorragend einschäumen und ist gut zu handhaben. Ich habe einfach ein Stück Backpapier in ein Schälchen gelegt und die Seifenmasse eingefüllt. Ab damit in das Gefrierfach und nach einer halben Stunde kam das nebenstehende Ergebnis heraus. SCS ist bröseliger als SLSA deshalb habe ich weniger davon genommen. Die Konsistenz darf auch nicht zu trocken werden, daher reichen 70 g Speisestärke.

 

Das braucht man an Zutaten:

100 g Shea-Butter

70 g Speisestärke (aus Mais oder Kartoffeln)

70 g SCS

Duftöle nach Geschmack, hier gibt es speziell Düfte für die Seifenherstellung, die sind länger anhaltend.

 

Herstellung wie oben beschrieben im Wasserbad.

 

Ergebnisse bei der Nutzung:

Für mich ist das erste Rezept mit SLSA für meine Haare besser geeeignet, weil sie lockig sind und mit dem zweiten Rezept auf SCS-Basis zu schnell zusammenfallen. Für jemand anders mit glatten Haaren kann es aber genau richtig sein, denn die Haare sind im Ergebnis sehr weich und wirken sehr gepflegt, durch SCS auf Kokosbasis und die Sheabutter.

 

Ich nehme die Seife aus dem ersten Rezept für meine Haare und die aus dem zweiten Rezept für den Körper und die Hände.

 

 

 

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