Gedanken zum Tauschen und zum Geldsystem

Tauschen - ein Wandel im Handel

 

© Uta-Maria Freckmann 02.2016

 

Heute im Lebensquell:

Ich hätte gern meinen Mann gegen die Schale eingetauscht die im Fenster steht.“

„Den nehme ich nicht“ war meine umgehende Antwort. „Wieso denn nicht, ist der nicht so viel wert?“ - - kam die heitere Retoure mit der Frage: „Wie funktioniert denn das mit dem Tauschen eigentlich?“

 

Zwei Jugendliche gehen am Schaufenster des Lebensquell vorbei, sie sehen das Schild „Die Tauschbörse im Lebensquell ist eröffnet“ und „Warentausch hier im Lebensquell-Duderstadt“. „Hast du das gesehen?“ sagt der eine zu seinem Freund: „Hier kannst du deine alte Visage gegen eine neue eintauschen“, erheitertes Grinsen auf beiden Seiten.

 

Solche oder ähnliche Kommentare gibt es öfter einmal, wenn die Besucher und Passanten sich ihre Gedanken machen über das Tauschen.

Dabei ist alles ganz einfach: Wenn man Artikel zuhause stehen hat die man nicht mehr braucht, die aber zu schade sind zum Wegwerfen, bringt man sie einfach hierher und kann in den hinteren Bereich durchgehen zur Waren-Tauschbörse. Dort stehen alle möglichen Tauschartikel, von der Kaffeemaschine über den Mixer, bis hin zu Koffer, Geschirr und Textilien. Man sucht sich etwas aus und nimmt es wieder mit, findet man nichts, kann man jederzeit wieder kommen, um zu schauen ob etwas Interessantes dabei ist. Zudem gibt es Tauschtermine zu Kleinkinderartikeln, Kleiderkreisel und Seminare zu diversen Themen, speziell auch für Frauen. Es gibt weiterhin die Möglichkeiten weitere Tauschwünsche auf einem weißen Brett zu hinterlassen, beispielsweise sucht man jemanden der einen bestimmten Kuchen backen kann oder der geschickt ist bei handwerklichen Tätigkeiten, dann kann man dies dort posten. All die Tauschaktivitäten können, wenn sie von vielen Menschen angewendet werden dazu führen, dass die Geldwährung nicht mehr „vergottet“ wird und einen anderen, ihr angemessenen Stellenwert bekommt. Das Geld sollte den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

 

Momentan gibt es die Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes, ein gefährliches Unterfangen und nur diejenigen die die Hintergründe unseres Geldsystems nicht hinterfragen, können vorbehaltlos damit einverstanden sein. In der EU gibt es den Trend Bargeldtransfer zu reduzieren auf eine bestimmtes Limit, 1000.- Euro in Italien zum Beispiel. Schweden ist da am weitesten vorangeprescht und propagiert ein bargeldfreies System unter dem Vorwand der größeren Sicherheit. Mit dem Versprechen “verbesserte Sicherheit” können wir Menschen wohl am besten geködert werden, egal was gerade durchgesetzt werden soll. In Schweden verweigern bereits viele Banken und Läden die Annahme von Bargeld, angeblich hilft das gegen organisiertes Verbrechen und Kriminalität. Die Realität sieht aber möglicherweise anders aus, denn Enteignung und absolute Kontrolle über jeden Bezahlvorgang sind dann einfacher möglich. Zudem sind die Banken daran interessiert für jeden Vorgang eine Gebühr einzubehalten - ein Milliardengeschäft. In Schweden haben sich Polizisten freiwillig einen Chip in das Handgelenk implantieren lassen, um jederzeit geortet werden zu können. Ebenso ist vorgesehen, über diesen Chip an der Hand alle persönlichen Daten abfragen zu können und nur noch bargeldlos zu zahlen. In Südkorea (Songdo-City) und Saudi Arabien gibt es schon riesige Städte (Film auf YouTube: ”Städte der Zukunft 1/3”), erbaut von Ölmultis, in denen jeder Bewohner genauestens beobachtet werden kann, jeder Schritt ist durch Kameras überwacht und jede Handlung nachvollziehbar, man ist dort tatsächlich ein gläserner Mensch. Die Erbauung dieser Städte verbraucht gewaltige Ressourcen (Geld, Energien), für manche Ölmultis scheinbar kein Problem. Seltsamerweise werden Umweltschutz und Sicherheit als Begründung vorangestellt, um diese gigantösen Pläne umzusetzen. Es sollte niemals einigen wenigen möglich sein, große Menschenmassen derart kontrollieren und überwachen zu können!

Vermehrtes Tauschen von Waren und Gütern kann dazu beitragen, dass das Geld seinen übersteigerten Stellenwert verliert, dass sich jeder wieder mehr auf seine Talente und Fähigkeiten besinnt und das zugleich Ressourcen geschont werden. Die momentane Schere zwischen Arm und Reich schafft das Ungleichgewicht in der Welt. Sobald ein Gleichgewicht hergestellt wurde und sich Menschen nicht mehr unmäßig bereichern dürfen, wird sich die Weltlage beruhigen. Laut einem Oxfam Bericht sieht es gerade so aus:

 

Wie das weltweite Vermögen verteilt ist:

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016 mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. "Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell", heißt es in einem Bericht der britischen Aktivistengruppe Oxfam zur Vermögensverteilung auf der Welt.

Demnach gehörten 2009 noch 44 Prozent des Wohlstands einem Prozent der Weltbevölkerung. Vergangenes Jahr lag der Anteil bereits bei 48 Prozent. 2016 wird dieses eine Prozent reicher Menschen wohl 50 Prozent des weltweiten Vermögens besitzen - die andere Hälfte verteilt sich wiederum sehr ungleich auf die restlichen 99 Prozent.

 

In der Bibel gibt es dazu folgenden Hinweis:

 Offb. 13, 16–18

16 So veranlaßte es alle, die Kleinen und die Großen, die Reichen und Armen, die Freien und die Sklaven, sich ein Malzeichen zu machen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn.

17 Niemand soll kaufen oder verkaufen können, der nicht das Malzeichen trägt, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

18 Hier ist die Einsicht: Wer Verstand hat, der berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist ......

 

 

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen,

hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

(Henry Ford)

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